reflections

In Liebe, Lucy! (Teil 3 - Ende)

Der Rest der Woche plätscherte an mir vorbei, ohne dass ich irgendetwas bewusst wahrnahm. Mel und ich verhielten uns so normal wie möglich und nur Sophie warf uns ab und zu wissende Blicke zu. Mein Glück war, dass wir Donnerstag und Freitag frei hatten und ich mich so nicht sonderlich viel auf die Schule konzentrieren musste. Ich heulte jeden Abend vor Verzweiflung und weil ich mir über meine eigenen Gefühle so unklar war, und versuchte, mich so gut es ging abzulenken, was mir kaum gelang. Ein oder zwei Mal rief ich mitten in der Nacht Sophie an, die es irgendwie schaffte, mich zu beruhigen, doch sie fuhr am Donnerstagmorgen in den Urlaub und ich wollte sie nicht zu sehr nerven. In der Nacht von Freitag auf Samstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich rief Sophie an, weil ich einfach nicht mehr weiter wusste. „Hm“, murmelte sie ins Telefon. Offensichtlich hatte sie schon geschlafen. Doch als sie hörte, dass ich – schon wieder – weinte, war sie augenblicklich hellwach. „Hey Süße, was ist los?“ „Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll!“, schniefte ich in den Hörer. „Mit Mel?“, fragte meine beste Freundin verständnisvoll. „Ja. Also ich meine… Ich weiß einfach nicht… Sie ist meine beste Freundin, und…“, schluchzte ich. Sophie seufzte. „Jetzt beruhig dich erst mal! Wir finden schon ne Lösung.“ Genau deshalb hatte ich meine beste Freundin so lieb. Sie schaffte es immer, die richtigen Worte zu finden. „Sag mir doch mal, was du nicht weiß. Warum weißt du nicht weiter?“ Ich holte tief Luft. „Ich weiß nicht, ob ich mit Mel zusammen sein sollte oder nicht. Eigentlich will ich das ja, aber ich weiß einfach nicht, ob ich sie dafür… naja ob ich sie genug liebe. Ich meine, natürlich liebe ich sie, sie ist meine beste Freundin, aber kann sie mehr für mich sein?“ „Probier es doch einfach aus“, schlug Sophie vor, doch ich schüttelte den Kopf. Bis ich bemerkte, dass sie mich ja gar nicht sehen konnte. „Nein, wenn sie mich liebt verletze ich sie doch damit.“ „Hmm, stimmt auch wieder. Also dann solltest du…“ Sie brach ab und ich musste unwillkürlich kichern. „Ja danke, so weit war ich auch schon.“ „Wie wäre es denn wenn du Mel einfach erklärst, wie du dich fühlst?“ „Das kann ich nicht. Wie doof klingt das denn: ‘Ja sorry, ich weiß nicht ob ich was für dich empfinde, aber wir können das ja versuchen, wenn es nicht klappt ist ja auch egal.‘ Ich meine, was ist wenn dadurch unsere Freundschaft kaputt geht? Ich brauche Mel doch!“ Mir kamen schon wieder die Tränen. „Hey, nicht wieder weinen“, versuchte Sophie mich zu beruhigen. „Wie wäre es denn wenn du einfach mal abwartest. Vielleicht weißt du ja im entscheidenden Moment, wie du reagieren sollst. Und wenn nicht kannst du ihr immer noch alles erklären. Sie ist deine beste Freundin, sie wird dich schon verstehen.“ „Wahrscheinlich hast du Recht“, stimmte ich ihr zu, atmete noch einmal tief durch und wischte mir die Tränen aus den Augen. „Geht es dir jetzt besser?“, erkundigte meine Freundin sich vorsichtig und ich wusste, worauf sie hinaus wollte. „Ja, alles gut, du kannst schlafen gehen!“, lächelte ich und sie atmete hörbar auf. „Ich will dich ja nicht abwürgen, aber ich muss morgen früh aufstehen, wir wollen das Haus ausräumen.“ „Nein, ist schon in Ordnung, ich muss ja auch relativ früh zum Stall. Danke, dass du Zeit für mich hattest!“ „Für dich doch immer“, versicherte sie mir. „Ich hab dich lieb!“ „Ich dich auch!“, antwortete ich, dann legten wir auf. Beruhigt schlief ich ein. Am Samstagmorgen war ich unheimlich gut drauf und trotzdem irgendwie traurig. Ich war froh, dass ich sowohl zu Hause als auch am Stall alleine war und mich so niemand ertragen musste. Vor allem alleine am Stall zu sein war gut für mich, denn so war ich damit beschäftigt, sieben Boxen zu misten und einzustreuen, sieben Pferde zu füttern, zu tränken und zu pflegen. Als ich nach drei Stunden damit fertig war, schnappte ich mir Bobby, ging mit ihm eine ausgedehnte Galopprunde querfeldein und zwang mich so selbst, mich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf Mel, die ja heute Abend bei mir schlafen würde. Vollkommen fertig – sowohl mit allen Vorbereitungen als auch mit den Nerven – stand 10 Minuten bevor Melody kommen wollte stand ich in meiner Zimmertür und suchte verzweifelt nach irgendetwas, dass noch aufgeschüttelt, weggeräumt, bereitgestellt oder abgespült werden wollte. Doch ich fand nichts. So legte ich mich in der Hoffnung noch ein wenig zur Ruhe zu kommen mit einem Buch auf die Wohnzimmercouch. Als es schließlich klingelte sprang ich auf und rannte zur Haustür. Sobald ich Mel erblickte war ich ruhig, die Hektik und Unruhe, die mich noch Sekunden vorher gequält hatten waren wie weggeblasen. „Hey“, begrüßte ich sie strahlend und sie lächelte ein „Hallo“ zurück. Gemeinsam setzten wir uns ins Wohnzimmer und machten uns eine DVD an. Sie nahm mich wie selbstverständlich in die Arme und ich genoss es. Nachdem wir die erste DVD zu Ende geschaut hatten, machten wir eine zweite an – P.S. Ich liebe dich. Einen Moment lang konzentrierten wir uns auf den Film, doch dann drehte sie meinen Kopf zu sich – und küsste mich. Und in dem Moment war mir klar, dass ich den ganzen Abend auf diesen Moment gewartet hatte, mein ganzer Tag war auf diesen Kuss hin gelaufen, ich hatte mich danach gesehnt. Und mir wurde ebenso klar, dass meine Zweifel, ob sie wirklich mehr für mich sein könnte oder ob ich mir das nur einbildete und sie damit verletzen würde, völlig unbegründet waren. Ich wollte sie, und zwar nur sie. Wir knutschten den gesamten Film lang, danach machten wir uns Sleepy Hollow an und aßen etwas. Sobald wir aufgegessen hatten küssten wir uns weiter. Nachdem auch Sleepy Hollow geendet hatte, stellen wir fest, dass es keinen Sinn machte, noch einen Film zu gucken, wir bekamen ohnehin nichts mit. Also legten wir uns ins Bett und kuschelten noch ein bisschen. Nach einer Weile blickte ich sie an und fragte: „Willst du mit mir zusammen sein?“ „Ja“, hauchte Mel, dann zog sie mich noch einmal an sich heran, um mich zu küssen. Mit einem Blick auf die Uhr – die halb vier anzeigte – stellte sie fest: „Wir sollten mal schlafen!“ Meine Freundin gab mir noch einen Gute-Nacht-Kuss, dann schliefen wir Arm in Arm ein. Als sie mir zwei Wochen später zum ersten Mal ‚Ich liebe dich!‘ schrieb blieb mir fast die Luft weg und ich weinte, weil ich so glücklich war. Anfangs haben wir unsere Beziehung geheim gehalten, doch mittlerweile wissen unsere Freunde, Eltern und Geschwister, dass wir zusammen sind, und alle finden es ‚süß‘. Heute, am 3. Februar sind Mel und ich genau drei Monate zusammen, und ich habe nichts von dem, was ich getan habe je bereut. Ich liebe sie nicht mehr wie am ersten Tag. Nein. Ich liebe sie viel, viel mehr. Und ich bin unbeschreiblich glücklich, weil ich weiß, dass die wunderbare, perfekte Melody meine Liebe erwidert. -------------------------------------------------------------------------------------------- Soo das war auch schon der letzte Teil... Viel Spass und über Kommis würd ich mich freuen LG Emma

3.2.13 20:52, kommentieren

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In Liebe, Lucy! (Teil 2)

Als ich am nächsten Morgen aufwachte dachte ich, das alles sei ein Traum gewesen. Ein ziemlich verwirrender Traum! Doch an der Art, wie Mel mit mir umging, merkte ich, dass ich mir das nur eingebildet hatte. Auch an diesen Nachmittag ging ich zum Stall, zu meinem Pferd Bobby. Doch anders als sonst war mein Kopf nicht wie leergefegt, sobald ich den Stall betrat. Alles, was mich beschäftigte, verschwand aus meinen Gedanken – außer Melody. Ich konnte den Kuss – die Küsse – einfach nicht vergessen und dachte die ganze Zeit darüber nach, ob das alles für sie genauso viel bedeutet hatte wie für mich. Und was es mir bedeutet hatte, denn ich hatte noch immer keine Ahnung, WARUM ich angefangen hatte, meine beste Freundin zu küssen. Wollte ich einfach nur austesten, wie es sich anfühlte, oder empfand ich tatsächlich mehr für Mel? Ehrlich gesagt wusste ich es nicht. Und ich hatte Angst. Angst davor, mich selbst zu belügen und mir einzureden, dass ich mehr für sie fühlte, weil ich so gerne überhaupt eine Beziehung gehabt hätte. Und ich hatte Angst davor, sie wiederzusehen, ich hatte Angst vor ihrer Reaktion. Ich war also den ganzen Tag mit den Gedanken bei Mel und somit unfähig, mich auf irgendetwas zu konzentrieren. Als ich mit Bobby auf dem Weg in den Wald war, fiel mir auf, dass ich meine Reitkappe am Stall hatte liegen lassen und nicht mal der schnelle Galopp durch den Wald (nun natürlich MIT Reitkappe) konnte meinen Kopf leeren. An diesem Abend konnte ich nicht einschlafen. Ich weinte bis in die frühen Morgenstunden und konnte nicht aufhören, über Melody nachzudenken. Ich war mehr als ein Mal kurz davor, meine andere beste Freundin Sophie anzurufen, doch ich tat es nicht. Zum Einen, weil ich sie nicht um halb 3 Uhr morgens aus dem Bett klingen wollte, zum Anderen, weil ich noch nicht genau wusste ob und wenn ja wie ich ihr meine Situation erkläre sollte. Irgendwann muss ich wohl doch eingeschlafen sein, doch als mein Wecker klingelte und es Zeit war, aufzustehen war ich müde und sah, wie ich kurze Zeit später feststellte, verdammt scheiße aus. Ich versuchte mit kaltem Wasser und Schminke so viel wie möglich zu retten, führte halbherzige Konversationen mit meiner Mutter und ihrem Freund, die wissen wollten, warum ich so übernächtigt wirkte und war froh, als ich endlich am Bus war und mich keiner mehr nervte. Ich hatte zur dritten Stunde und so traf ich mich wie jeden Montag vor der Schule mit Sophie in der Stadt. Kaum war ich in Sichtweite, begann meine beste Freundin, mir von ihrem Sonntag zu erzählen, den sie allem Anschein nach mit ihrem Schwarm Dennis verbracht hatte, doch so sehr ich mich auch anstrengte – ihre Worte ergaben in meinem Kopf einfach keinen Sinn, keine zusammenhängenden Sätze. Irgendwann blickte sie mich an und fragte: „Sag mal was ich eigentlich los mit dir? Wo bist du mit deinen Gedanken?“ „ Ich… Ich weiß gerade selber nicht so genau… Ich erkläre es dir vielleicht in der Mittagspause, ja?“, antwortete ich langsam. Wir hatten gleich die Schule erreicht und da Mel wie wir auch zur dritten hatte, wusste ich, dass sie im Foyer sitzen und auf uns warten würde. Es graute mir davor, ihr in die Augen zu sehen. Kaum hatten wir die Schule betreten, steuerte Sophie auch sofort auf den Tisch zu, an dem sie saß. Natürlich, sie wusste ja nicht, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich Melody gegenübertreten sollte. Doch es war nicht halb so schlimm, wie ich es erwartet hätte. „Hey Sophie, hey Lu!“, begrüßte Mel uns und lächelte mich unsicher an. Ich erwiderte ihr Lächeln ebenso unsicher, blickte dann zu Boden und spürte, wie ich rot wurde. In dem Moment kündigte die Schulklingel die nächste Stunde an und rettete mich. Bis zur sechsten Stunde passierte nichts, außer dass mir die Lehrer ab und zu sagten, ich solle ein bisschen aufmerksamer sein. Mel und ich redeten nur das Nötigste miteinander, verhielten uns aber sonst ganz normal und so schöpfte keiner unserer Freunde Verdacht – bis auf Sophie. Ich bemerkte, dass die Blicke, die sie mir zuwarf, immer argwöhnischer wurden und ich wusste, dass sie spätestens in der Mittagspause eine Erklärung von mir verlangen würde. Doch schon am Anfang der sechsten Stunde – Mathe, ich saß zwischen Mel und Sophie – bekam ich einen Zettel von Mel: ‚Und was machen wir jetzt?‘ Mein Blick wanderte zu ihr und ich sah, dass sie leicht verzweifelt zur Tafel blickte. Ob wegen Mathe oder wegen dem, was sie mir eben geschrieben hatte, vermochte ich nicht zu sagen. ‚Ich habe keine Ahnung‘, kritzelte ich zurück, schob ihr den Zettel zu und wandte meinen Blick zur Tafel. Ich hatte keine Chance, Mathe zu verstehen, wenn ich nicht aufpasste, dass wusste ich, doch ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren. Mel tippte mich von hinten an, ich blickte auf mein Heft und sah, dass sie zurückgeschrieben hatte. ‚Sehr gut! Dann ne andere Frage: Warum zum Teufel hast du das gemacht?‘ Abermals schrieb ich zurück: ‚Ich habe keine Ahnung‘ und sah an ihrem Grinsen, dass sie schon beim Schreiben mitgelesen hatte. Also fügte ich hinzu: ‚Bevor du dir die Mühe gibst, noch eine weitere Frage zu stellen: ich weiß im Moment nix!‘ und ließ den Zettel zu Mel zurückwandern. Doch diesmal versuchte ich gar nicht erst, den Ausführungen unseres Mathelehrers zu folgen, sonder las gespannt was Mel meinem ‚Nichts-Wissen‘ entgegen zu setzen hatte. ‚Wollen wir erst einmal back to normal und am Wochenende weitersehen? Wir haben ja sowieso geplant, dass ich bei dir schlafe…‘ Vorsichtig zog ich den Zettel zu mir, antwortete ‚Klingt gut‘ und ließ ihn, sobald ich sicher war, dass Mel meine Antwort gelesen hatte, in meiner Tasche verschwinden. Kaum hatte ich das getan, verkündete die Klingel das Ende der Stunde, Mel ging nach Hause und Sophie zog mich zu unserem Lieblingsort in der Schule. Mir gefiel es dort, weil man immer ganz alleine war und seine Ruhe hatte. Wir hatten uns gerade gesetzt, da forderte Sophie mich mit einem „Jetzt erzähl schon“ auf, endlich Licht ins Dunkel zu bringen. „Ich habe Melody geküsst…“, begann ich und erzählte ihr alles, was an Halloween passiert war, nachdem Mel und ich schlafen gegangen waren. Als ich geendet hatte, grinste Sophie mich an. Verwirrt über ihrer Reaktion – immerhin hatte ich ihr eben ein ernst zu nehmendes Problem geschildert – warf ich meiner besten Freundin einen fragenden Blick zu und die erklärte: „Sorry, aber: ENDLICH! Hab mich schon lange gefragt, wann zwischen euch mal was läuft.“ „Aaaaahjaaa…“ Mein Blick sagte wohl eindeutig, dass ich sie für verrückt hielt, denn sie verteidigte sich: „Hey, ganz im Ernst, so wie ihr zu einander seid…“ Der Satz brachte mich zum Nachdenken. Ja, sie hatte Recht, Melody war schon immer etwas Besonderes für mich gewesen, immer etwas mehr als eine beste Freundin. Aber so viel mehr? -----------------------------------------------------------------------------Viel Spass beim Lesen LG eure Emma

28.1.13 12:59, kommentieren

Dienstags-Talk

Halli Hallo und guten Abend. Heute habe ich mal eine Frage an alle Leser: Wie heißt euer Lieblingsbuch? Also meins ist noch nicht ganz definiert, es gibt eínfach so viele schöne Bücher... Das wars erstmal, bis bald LG eure Emma

3 Kommentare 22.1.13 22:09, kommentieren

Dienstags-Talk

Halli Hallo und guten Abend. Heute habe ich mal eine Frage an alle Leser: Wie heißt euer Lieblingsbuch? Also meins ist noch nicht ganz definiert, es gibt eínfach so viele schöne Bücher... Das wars erstmal, bis bald LG eure Emma

22.1.13 20:34, kommentieren

Uups

Mir ist gerade ein Fehler bei der Namensgebung aufgefallen. Direkt am Anfang des ersten Abschnitts muss es natürlich heißen: "Heute Abend war Halloween, SELENA hatte mich zu ihrer Party eingeladen und ich hatte absolut keine Idee, als was ich mich verkleiden sollte." und nicht BELLA... sorry :/

20.1.13 23:11, kommentieren

Ihr habt es ja nicht anders gewollt ;)

Hey Leute Also da ich ja immer noch keinen Themenvorschlag von euch bekommen hab, habe ich mir jetzt selbst was ausgedacht. Kommentiert, kritisiert und verbessert bitte alles was euch auffällt, würde mich echt freuen. Ich weiß ja nicht, ob euch das Thema so gefällt :S Naja ich wünsch euch jetzt erstmal viel Spaß bei Teil 1 meiner Geschichte, Teil 2 kommt dann nächste Woche LG eure Emma :D ------------------------------------------------------------------------------------------ 31. Oktober. Heute Abend war Halloween, Bella hatte mich zu ihrer Party eingeladen und ich hatte absolut keine Idee, als was ich mich verkleiden sollte. So eine Scheiße! Also gut, Bestandsaufnahme im Kleiderschrank: ein Haufen gewöhnlicher Klamotten, die ich jedoch alle noch brauchte und somit auch nicht zerschneiden konnte, ein paar Kleider, darunter meine beiden schwarzen Ballkleider, die zerschnittene Karneval-Hose, die ich aber auch nicht anziehen konnte, sonst hätte ich ja das gleiche Outfit an wie Karneval. Alles in allem eine schlechte Voraussetzung für ein ordentliches Kostüm! Seufzend holte ich meinen Hexenhut aus der Kommode, nahm eins der beiden Ballkleider aus dem Schrank und ging ins Bad. Also doch als langweilige Hexe. Ich ging unter die Dusche, wusch mich, zog mich an, ich war resigniert weil ich mal wieder das schlechteste Kostüm tragen würde. Es war immer das gleiche, so langsam fragte ich mich, wo meine Freundinnen immer ihre genialen Ideen herbekamen. Gerade als ich fertig war mit Haare föhnen kam meine Mama ins Badezimmer. "Oh, hast du in eine Steckdose gefasst?", scherzte sie, ich warf einen Blick in den Spiegel und seufzte. Meine Haare machten mal wieder, was sie wollten und standen in alle Richtungen ab. 'Nun ja, als Hexe ist die Frisur vielleicht gar nicht so schlecht', dachte ich mir und war froh, meine Haare nicht auch noch irgendwie in Form bringen zu müssen. Ich war nämlich schon ziemlich spät dran. Rasch lief ich in mein Zimmer, warf meine Schlafsachen in eine Tasche und lief zur Wohnungstür. Meiner Mutter rief ich ein: "Wir Können!" zu, denn sie würde mich zu Selena bringen. ------------------------------ Bei Selena angekommen sah ich, dass sie und Melody schon an der Tür standen und auf mich warteten. "Hi Leni, hi Mel! Sorry, dass..." "Na endlich", schnitt Melody mir das Wort ab: "Wir haben mal wieder nur auf dich gewartet, Lu!" Eigentlich hieß ich Lucy, aber mittlerweile gab es kaum jemanden mehr, der mich so nannte. Sogar die Lehrer sprachen mich mit Lu an. Und ich war auf so gut wie jeder Party zu spät. "Tut mir ja wirklich leid, aber..." "Ist schon gut, brauchst dich nicht rauszureden.", grinste jetzt auch Selena. "Komm lieber rein, wir haben alle Hunger!" "Ihr hättet ja nicht auf mich warten müssen!", brummelte ich und folgte meinen Freundinnen ins Haus. Im Selenas Zimmer saßen alle auf dem Boden, die Pizzakartons standen schon geöffnet auf dem Boden. Als wäre mein "Hey Leute!" ein Befehl gewesen stürzten sich alle gleichzeitig auf die Pizza. "Lasst ihr mir auch noch was über?", grinste ich und Sophie, die zusammen mit Melody meine beste Freundin war, reichte mir ein Stück von der Pizza. Sie war als Zombie-Braut gekommen, mit weißem Gesicht und mega geilem Brautkleid. "Einfallsreiches Kostüm", grinste sie mich an: "Wo ist der Hut her?" "Von vor 10 Jahren glaube ich. Oder von meiner kleinen Schwester..." Ich guckte in die Runde. Das einfallsreichste Kostüm hatte natürlich mal wieder Mel, sie sah in der schwarzen Korsage mit den hochgesteckten Haaren und den dunkel geschminkten Augen einfach umwerfend aus. Auch Selena sah als Todesengel nicht unbedingt schlecht aus. Die Jungs hatten (abgesehen von mir) die einfallslosesten Kostüme. Benedict war als Vampir verkleidet und Florian und Nicolaj waren überhaupt nicht verkleidet. ------------------------------ Alles in allem war die Party sehr cool, wobei ich ungefähr die Hälfte des Abends neben ner Freundin im Bad verbracht hatte, die ne halbe Flasche Vodka und ebenso viel Bowle auf leeren Magen getrunken hatte. Nachdem es ihr besser ging bzw. wir sie ins Bett verfrachtet hatten, saß ich mit Nicolaj, Ben, Selena, Melody und Sophie auf der Treppe und tranken Sekt. "Sag mal, Lu hast du eigentlich immer noch keinen Freund?", fragte Ben grinsen und ich schüttelte den Kopf. "Du solltest dir mal n heißen Kerl suchen. Hättest du echt verdient!", meinte Melody. "Geeenau", stimmte Selena ihr zu. "Hey, wir sind alle Single", meinte ich und fügte scherzhaft hinzu: "Lass uns zusammen auf ne Singleparty gehen!" "Geniale Idee!", grinste Sophie: "Wann und wo?" "Also ich würde jetzt lieber ins Bett gehen", gähnte Melody. "Warte, Mel, ich komm mit!", sagte ich und Nicolaj grinste: "Ihr zwei zusammen im Bett?? Heiß!!" "Nico!!", riefen Melody und ich wie aus einem Munde und liefen lachend in Selenas Wohnzimmer, wo wir alle schlafen würden. Dort zogen wir und um und kuschelten uns unter Melodys Schlafsack zusammen, so wie beste Freundinnen das halt machten. ------------------------------ Ich war schon fast eingeschlafen, als ich Melody flüstern hörte: "Lu?? Schläfst du schon?" Ein undefinierbares Geräusch entschlüpfte meiner Kehle und sie lachte. "Hey, lachst du mich aus??" "Nein!", antwortete sie in wenig überzeugendem Tonfall und als ich die Augen öffnete sah ich das freche Grinsen, das auf ihrem Gesicht lag. Ich pikste sie in die Seite und - küsste Melody. Und unfassbarer Weise küsste sie mich zurück. Ich hätte mir wohl Gedanken über den Kuss machen sollen, doch stattdessen küsste ich sie noch einmal, und dann sie mich. Noch eine Weile küssten wir und irgendwann schliefen wir eng aneinander gekuschelt ein.

2 Kommentare 20.1.13 21:16, kommentieren

Irgs...

Hey Leute Sorry, ich habs gestern einfach nicht geschafft zu schreiben, war erst bei meinen Pferden und dann bei meiner Freundin... Sagt mal hätte irgendwer einen Themenvorschlag für eine neue Geschichte?? Ich würd euch gerne was schreiben, bin aber gerade totaal unkreativ und ideenlos :/ Also: Anregungen???? LG eure Emma

19.1.13 18:21, kommentieren



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